Affing — dreizehn Ortsteile und ein Einhorn im Wappen
Erstmals erwähnt 1040, ein silbernes Einhorn im Wappen und ein Weihnachtsmarkt, der einmal zum schönsten Bayerns gewählt wurde.

Affing ist einer dieser Orte, an denen man auf dem Weg von Augsburg nach Aichach vorbeifährt, ohne viel zu bemerken. Wer anhält, findet mehr, als das Ortsschild vermuten lässt.
Die Eckdaten
- Lage: rund zehn Kilometer nordöstlich von Augsburg, Landkreis Aichach-Friedberg, Regierungsbezirk Schwaben
- Einwohner: rund 5.600
- Fläche: knapp 45 Quadratkilometer
- Gemeindeteile: dreizehn
- Erste urkundliche Erwähnung: 1040
Die dreizehn Gemeindeteile heißen Affing, Anwalting, Aulzhausen, Bergen, Frechholzhausen, Gebenhofen, Haunswies, Iglbach, Katzenthal, Miedering, Mühlhausen, Pfaffenzell und Sankt Jodok.
Das ist der eigentliche Charakter des Ortes: kein Dorf, sondern ein Verbund aus vielen kleinen — zusammengehalten von ein paar Straßen, den Vereinen und ein paar Wirtshäusern.
Fast tausend Jahre
Die Herren von Affing werden erstmals 1040 erwähnt. Später war der Ort Sitz einer Hofmark, also eines eigenen kleinen Herrschaftsbezirks mit eigener Gerichtsbarkeit — im alten Bayern eine bemerkenswerte Eigenständigkeit für einen Ort dieser Größe.
Die Hofmark wechselte häufig die Besitzer. Im 17. Jahrhundert kam sie an die Grafen von Leyden, 1816 an die Freiherren von Gravenreuth, in deren Besitz das Schloss bis heute ist.
Das Einhorn
Das Gemeindewappen zeigt auf blauem Grund ein silbernes Einhorn, das aus einem silbernen Felsen hervorwächst.
Ein Einhorn im Wappen einer schwäbischen Landgemeinde ist ungewöhnlich genug, dass es hängen bleibt. Es geht auf die Wappen früherer Ortsherren zurück — und ist heute ein Detail, an das sich jeder erinnert, der es einmal gesehen hat.
Was es zu sehen gibt
Schloss Affing ist das auffälligste Gebäude am Ort, ein ehemaliges Wasserschloss am Schlossplatz. Es ist in Privatbesitz der Familie von Gravenreuth und nicht zu besichtigen — das sollte man wissen, bevor man deswegen anreist. Von außen ist es trotzdem einen Blick wert.
Die Pfarrkirche St. Peter und Paul steht im Hauptort, dazu kommen in den Gemeindeteilen mehrere Kapellen.
Und einmal im Jahr wird der Schlosshof zum Ort für den Weihnachtsmarkt Affing — rund siebzig Aussteller, überdachte Stadel, freier Eintritt. Er wurde 2004 beim Löwenbräu-Wettbewerb „Oh Du Fröhliche" unter über 190 bayerischen Märkten auf den ersten Platz gewählt.
Hinkommen
- Auto: Die A8 verläuft südlich, die B2 westlich, die B300 östlich. Von Augsburg aus eine gute Viertelstunde.
- Bus: Regelmäßige Verbindungen im Augsburger Verkehrsverbund nach Augsburg, Aichach, Aindling und Pöttmes.
- Rad: Affing liegt mitten im Wittelsbacher Land, das für Radtouren gut erschlossen ist.
Und zum Essen?
Das ist der Teil, bei dem wir befangen sind. Der Gasthof zur Post steht in der Neuburgerstraße 2, also an der Straße, die durch den Ort führt — genau dort, wo ein Gasthof zur Post historisch immer stand.
Dazu gehören die Bock Alm im obersten Stock und, außerhalb im Wald, der Sommerkeller Affing mit rund 550 Sitzplätzen.
Häufige Fragen
Rund zehn Kilometer nordöstlich von Augsburg, im Landkreis Aichach-Friedberg im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben.
Wie viele Einwohner hat Affing?Rund 5.600 auf knapp 45 Quadratkilometern, verteilt auf dreizehn Gemeindeteile.
Seit wann gibt es Affing?Der Ort wurde erstmals im Jahr 1040 urkundlich erwähnt und war später Sitz einer Hofmark.
Was hat es mit dem Einhorn auf sich?Das Gemeindewappen zeigt ein silbernes Einhorn, das aus einem silbernen Felsen wächst, auf blauem Grund.
In Affing einkehren
Gasthof zur Post, Neuburgerstraße 2. Mo und Mi–Sa ab 17:30 Uhr, sonntags ab 11 Uhr, Dienstag Ruhetag.
Tisch reservieren Feier anfragen 08207 1733 anrufen